Cinemathicus phantasticus

Das Genre „Phantastischer Film“ steht als Oberbegriff für Filme über fiktive Welten und Übernatürliches. Das Genre eignet sich optimal für die Verbindung der Mathematik mit Filmischem – gerade der Fantasie sind bekanntlich keinerlei Grenzen gesetzt.

Einige Subgenres wie der „Horrorfilm“ und der Science-Fiktion-Film enthält dieser auch. Daher stellt der phantastische Film ein wichtiges Genre innerhalb der Filmgenres dar.

Die „Faust“-Verfilmungen

Mephistopheles ist Faust auf den Leim gegangen – und nicht umgekehrt! Faust kann nicht verlieren! Durch einfache Setzmuster beim Tic Tac Toe kann man immer ein Unentschieden erzielen (siehe hierzu: Tic Tac Toe – das fairste Spiel der Welt)!

Jaja, Goethes „Faust“ ist eigentlich ein Drama. Aber es gibt auch viele Verfilmungen, wie Murnaus berühmte von 1926.

Ursprünglich handelt es sich bei „Faust“ aber um eine deutsche Sage.

Wieder versucht Mephistopheles, Fausts Seele zu gewinnen! Aber auch dieses Mal beim Schachspielen sieht es sehr schlecht für ihn aus. Denn Faust ist nicht nur ein perfekter Rationalist und somit ein perfekter Schachspieler, sondern er hat auch vorher das allsehende Auge zur Hilfe genommen – um über jeden Zweifel an seinem Sieg erhaben zu sein!

Die „Golem“-Filme

Die ersten „quadratischen“ Gehversuche des Golems (aus „Der Golem, wie er in die Welt kam“)

Der Golem beim Einüben der Kardinalität.

Außerhalb des Hauses übt der Golem weiterhin seine Gehversuche innerhalb eines Quadrates, das als Ausdruck für Harmonie und Ordnung steht – was der Golem unbedingt verinnerlichen soll! Rabbi Löw belehrt ihn hierbei die ganze Zeit über.

Nachdem der Golem die ersten Gehversuche außerhalb des Hauses innerhalb eines geschützten Quadrates erfolgreich absolviert hat, erfolgt die zweite Stufe. Rabbi Löw gibt ihm genaue Anweisungen, wie er zu gehen hat, gewissermaßen wie Koordinaten in einem vorgegebenen imaginären Feld.

Das selbstständige Gehen beherrscht nun der Golem. Rabbi Löw testet ihn nun bei weiteren motorischen Übungen in Verbindung mit Größenangaben!

Der erste Sprungversuch des Golems nach vorgegebener Höhe überrascht Rabbi Löw. Die Sprungkraft des Golems ist gewaltiger als erwartet, denn er springt höher als die Höhenvorgabe seines Meisters.

Rabbi Löw fordert den Golem weiter im Springen. Die Höhe ist nun vorgegeben, damit der Golem nicht zu sehr abhebt!

Rabbi Löw hat nun zur Genüge seinen Willen auf den Golem erfolgreich projiziert, um zu sehen, dass dieser ihm streng ergeben ist und ihm bedingungslosen Gehorsam leistet. Deshalb darf der Golem sich nun auch „frei“ außerhalb der Hofmauern bewegen!